Lebensraum erhalten

Wir setzen uns für den Erhalt und Schutz des Lebensraums für Insekten und Vögel ein. Deshalb treten wir dafür ein, dass die Grünflächen der Kommune nach einem optimierten Mähplan seltener, sowie insekten- und vogelfreundlich gemäht werden. Das Straßenbegleitgrün soll, wo es die Verkehrssicherheit zulässt, insektenfreundlich gestaltet und selten gemäht wird. Außerdem muss in der Kommune auf den Einsatz von Glyphosat und Neonikotinioden verzichtet werden, die im Verdacht stehen für das Bienen- und Insektensterben verantwortlich zu sein. Des Weiteren treten wir für ein blühendes und farbenfrohes Bobingen mit naturnahen Schulhöfen, Spiel- und Sportplätzen sowie Gewerbeflächen ein.

Pestizidfreie Stadt Bobingen

Wir wollen den Einsatz von Pestiziden auf kommunale Fläche verhindern, denn diese schwächen das Ökosystem, gefährden die Artenvielfalt und landen schließlich in unseren Lebensmitteln. Unser Ziel ist eine nachhaltige, ökologische und deshalb pestizidfreie Landwirtschaft auch auf kommunaler Ebene mit den kommunaleignen Flächen in der Vorreiterrolle. Darüber hinaus soll sich unsere Stadt an das Netzwerk „Pestizidfreie Kommune“ anschließen.

10% des Stadtwaldes als Naturwald

Wir treten dafür ein, dass die Stadt Bobingen mindestens 10% des Stadtwaldes in Anlehnung an das Bayerische Waldgesetz[1] für Staatswälder als Naturwald umwidmet. Denn das sorgt für einen vielfältigen und zukunftsfähigen Stadtwald in einem natürlichen Gleichgewicht.

Flächenfraß eindämmen

Wir wollen den Flächenfraß in der Kommune eindämmen durch gezielte Innenentwicklung der Ortskerne. Deshalb stehen wir Bobinger GRÜNE für die Ausschöpfung der vorhandenen Flächenpotenziale, wie Brachflächen und Baulücken, sowie für Nachverdichtungen für Wohnraum und Gewerbe.

Lichtverschmutzung reduzieren

Die Irritation der Tiere durch unnötige Beleuchtung in der Nacht soll reduziert werden, wo immer dies ohne Gefährdung der Bürger*innen möglich ist.

 Plastik reduzieren

Die weltweite Plastikkrise ist eine weitere Herausforderung, die wir global bewältigen und regional angehen müssen. Deshalb setzen wir uns für die regionale und lokale Umsetzung von Konzepten zur Reduzierung des Plastikverbrauchs ein.

Die Problematik des „Plastikmülls“ ist inzwischen offensichtlich und eines der drängendsten Umweltprobleme. Unser Planet ist voller Plastik, überall. Jedes Jahr landen weltweit mindestens 32 Millionen Tonnen Plastik in der Umwelt. Letztlich trägt die Verschmutzung der Erde mit Plastik auch zur Klimakrise bei, denn der Zerfall von (Mikro)Plastik setzt hochwirksame Treibhausgase wie Methan frei. Aus diesen Gründen setzen wir Bobinger GRÜNE uns für eine Erweiterung des Angebots auf dem Stadtmarkt und mehr „Unverpackt“-Angebote ein. Dazu soll die Stadt durch plastikfreie Veranstaltungen mit gutem Beispiel vorangehen.

 Mehr lokale Produkte

Mit einem lokalen Netzwerk wollen wir die Vermarktung regionaler Produkte stärken. Das hat positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der unmittelbaren Umgebung. Gleichzeitig reduziert es den Güterverkehr und ist damit gut für das Klima.

Jede und jeder Einzelne kann im Alltag Schritte in Richtung Nachhaltigkeit & Genügsamkeit gehen – in den Bereichen Konsum, Ernährung, Wohnen, Mobilität und Reisen. Die Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten, sind vielfältig! Fast niemand wird sie immer konsequent durchhalten. Unser Motto ist: Leistet, was Ihr leisten könnt, fangt einfach an und geht voran! Und zieht daraus Schlussfolgerungen, welchen politischen Rahmen wir brauchen, um von einer Plastikindustrie zu nachhaltigen Produkten und Verpackungen zu kommen.

 


[1] Art. 12a BayWaldG Naturwaldreservate und Naturwaldflächen

URL:https://gruene-bobingen.de/ziele-unserer-gruenen-kommunalpolitik/umwelt-artenschutz/